LINA ATFAH ERHÄLT DEN LIBERATURPREIS 2020
543
post-template-default,single,single-post,postid-543,single-format-standard,bridge-core-2.1.5,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,paspartu_enabled,paspartu_on_top_fixed,paspartu_on_bottom_fixed,qode_grid_1300,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-20.2,qode-theme-bridge,disabled_footer_top,wpb-js-composer js-comp-ver-6.1,vc_responsive,elementor-default
Lina Atfah © Osman Yousufi

LINA ATFAH ERHÄLT DEN LIBERATURPREIS 2020

Lina Atfah ist die ers­te Autorin, die den LiBe­ra­tur­preis für einen Gedicht­band erhält. Und die ers­te, die in Deutsch­land lebt: Sie flüch­te­te 2014 aus Syri­en und lebt heu­te in Her­ne. „Das Buch von der feh­len­den Ankunft“, über­setzt von Sule­man Tau­fiq und vie­len ande­ren, ist im Pen­dra­gon Ver­lag erschie­nen. Das öffent­li­che Online-Voting im Zeit­raum vom 28. Juni bis 7. Juli hat die Autorin klar für sich ent­schie­den. Sie erhält ein Preis­geld von 3.000 €. Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 16. Okto­ber in Frank­furt statt.

Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie konn­te die Kick Off Ver­an­stal­tung im Haus am Dom in Frank­furt nicht statt­fin­den. Statt­des­sen stell­te Welt­emp­fän­ger-Juro­rin und Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Clau­dia Kra­mat­schek das Buch in einem Online-Video vor: „Was bedeu­tet es, aus der Hei­mat und der Mut­ter­spra­che gewor­fen zu sein? Nicht zuletzt auf die­se Fra­ge gibt der Band auf so inten­si­ve wie hoch­kom­ple­xe Wei­se Aus­kunft.“ „Es war eine gro­ße Ehre für einen sol­chen Preis nomi­niert zu wer­den und jetzt den Preis zu erhal­ten“, sagt Lina Atfah. 

Die Autorin

Lina Atfah, 1989 in Syri­en gebo­ren, stu­dier­te in Damas­kus ara­bi­sche Lite­ra­tur. 2006 wur­de sie beschul­digt, Got­tes­läs­te­rung began­gen und den Staat belei­digt zu haben. Nach meh­re­ren Dro­hun­gen der Sicher­heits­be­hör­den erhielt sie 2014 die Erlaub­nis, das Land zu ver­las­sen und kam über den Liba­non nach Deutsch­land. Heu­te lebt sie in Nord­rhein-West­fa­len.

Das Buch

„Das Buch von der feh­len­den Ankunft“, aus dem Ara­bi­schen und nach­ge­dich­tet von Sule­man Tau­fiq, Doro­thea Grün­zweig, Mahmoud Hassan­ein, Bri­git­te Ole­schin­ski, Hell­muth Opitz, Chris­toph Peters, Anni­ka Reich, Joa­chim Sar­to­ri­us, Mus­ta­fa Slai­man, Julia Trom­pe­ter, Jan Wag­ner, Kers­tin Wilch, Osman Yous­u­fi. Mit einem Vor­wort von Nino Hara­ti­sch­wi­li. Pen­dra­gon Ver­lag 2019.

Cover „Das Buch von der fehlenden Ankunft“ © Pendragon Verlag
Cover „Das Buch von der feh­len­den Ankunft“ © Pen­dra­gon Ver­lag

Der LiBe­ra­tur­preis 2020 wird geför­dert vom Frau­en­re­fe­rat. Die Ver­lei­hung des LiBe­ra­tur­prei­ses 2020 fin­det nach jet­zi­gem Stand am Frei­tag, den 16. Okto­ber statt. Ent­spre­chend der dann gel­ten­den Vor­schrif­ten wird für die Fei­er­lich­keit ein vir­tu­el­les Kon­zept ent­wi­ckelt oder den Preis der Autorin wie gewohnt per­sön­lich und vor Publi­kum über­reicht.

Der LiBe­ra­tur­preis 2020 ist ein Bei­trag zur Kam­pa­gne „KLISCHEEFREIE ZONE FRANKFURT“.